Tempel der Königin Hatschepsut wieder geöffnet

(WV) Ab Ende Februar 2013 kann die Kalksteinkapelle der ehemaligen ägyptischen Königin Hatschepsut im Freilichtmuseum des Karnak-Tempels in Ägyten wieder besichtigt werden. Die Kapelle wurde in den letzten vier Jahren durch das Centre Franco-Egyptian d’Etude des Temples de Karnak (CFEETK) aus einzelnen Blöcken wiedererrichtet. Diese Blöcke befanden sich noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Hof der sog. Cachette, dem Statuenversteck des Tempels. In den vergangenen Jahren lagen diese Blöcke auf den Bänken im Bereich des Freilichtmuseums.


Nach der sog. Roten Kapelle ist dies nun die zweite Kapelle dieser Königin, die aus verbauten Steinfragmenten wiedererrichtet wurde.
Die Kapelle besteht aus einem Hof und zwei sich daran anschließenden Hallen. In den Darstellungen ist sie mit ihrem Ehemann Thutmosis II. und ihrem nachfolger Thutmosis III. bei verschiedenen Handlungen vor dem Reichsgott Amun-Re und anderen Göttern zu sehen.

Hatschepsut war eine altägyptische Königin (Pharao) und wird der 18. Dynastie (Neues Reich) zugerechnet. Nach ägyptischer Chronologie regierte sie etwa von 1479 bis 1458 v. Chr. (Helck: 1467–1445, Krauss: 1479–1458).

Der Name Hatschepsut bedeutet „Die erste der vornehmen Frauen“ oder wie in der Eigennamenskartusche in der Königsliste von Karnak rechts unten abgebildet: „Die erste der vornehmen Frauen (Damen), die Amun umarmt“.

Die Königin Hatschepsut ließ ihre Bauten mit rundplastischen Abbildern ausstatten. Diese wurden in der Tradition dem Königstyp Thutmosis II. angepasst. Zunächst ließ sie sich als Frau darstellen, später als Mann abbilden.

Die ägyptische Herrscherin schuf einen neuen Statuentyp, den Sistrumopfernden, der nur unter ihr Verbreitung fand. Ihre Statuen lassen eine Weiterentwicklung des königlichen Statuentyps erkennen und sich zeitlich in Abschnitte einordnen, die physiognomische und ikonographische Entwicklungen aufzeigen.


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