Förderung des Tourismus an der Donau

Der Ausschuss für Tourismus hat sich in seiner Sitzung am Mittwochnachmittag unter anderem mit dem Donaukompetenzzentrum beschäftigt. Dazu hatte das Gremium eine Vertreterin der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) geladen. Sie berichtete, dass die GIZ im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung an der Förderung des grenzüberschreitenden Tourismus in der mittleren und unteren Donauregion arbeite. Konkret handle es sich um die Länder Kroatien, Serbien, Rumänien, Bulgarien, Moldau und die Ukraine.

Die GIZ-Vertreterin betonte, dass zur Förderung der Destination eine Marke „Donau“ geschaffen werden müsse. Dazu gehöre es, negative Images, zum Beispiel Krieg und Umweltprobleme, zu überwinden und positive Images, zum Beispiel die Naturvielfalt der Region, hervorzuheben. Zur Förderung der regionalen Zusammenarbeit habe die GIZ die Gründung des Donaukompetenzzentrums (DCC) als Verein mit Sitz in Belgrad unterstützt. Von rund 20 Mitgliedern bei der Gründung 2010 sei die Zahl nun auf mehr als 70 Organisationen gestiegen. Darunter befänden sich staatliche Akteure, NGOs und private Unternehmen, teilte die GIZ-Vertreterin mit. Aufgabe des DCC sei zum Beispiel der Aufbau eines gemeinsamen Marketings sowie die Bereitstellung von Schulungsangeboten. Zudem müssten Instrumentarien entwickelt werden, um aussagekräftige Tourismusstatistiken zu erstellen.

Herausforderungen bei der Projektarbeit seien zum einen regionale Animositäten, aber auch regulatorische Probleme. So hätte die GIZ in Serbien und Kroatien die Beschilderung von Radwegen entlang der Donau unterstützt, in Bulgarien und Rumänien sei dies aber an der fehlenden gesetzlichen Grundlage gescheitert. Zudem habe die aktuelle Krise in der Ukraine negative Auswirkungen auf die Kooperationsmöglichkeiten. Die Ukraine, aber auch Moldau könnten derzeit kaum etwas umsetzen, sagte die GIZ-Vertreterin.

Kommentar verfassen