Darmstadt das ehemalige Zentrum des Jugendstil

Als südliches Zentrum der Rhein-Main Metropole ist die Wissenschafts- und Kulturstadt Darmstadt sehr gut für einen Kurzurlaub innerhalb Deutschlands geeignet. Die Stadt besticht in erster Linie durch ihre kulturelle Vielfalt, welche sich zum Beispiel in den öffentlichen, kunstvoll gestalteten Parkanlagen sowie der lebendigen Innenstadt widerspiegelt. Direkt in der Innenstadt lockt zum Beispiel der Herrengarten, aber auch die kompakte Fußgängerzone mit ihren Restaurants, Cafés und Boutiquen, die Mathildenhöhe und die Rosenhöhe laden zum Verweilen und Flanieren ein. Am besten erkundet man Darmstadt allerdings im Rahmen einer der vielen Führungen – immerhin hat die Stadt aus geschichtlicher, kultureller und wissenschaftlicher Sicht einiges zu bieten.


Das historisches Erbe ist die Mathildenhöhe

Die Mathildenhöhe ist das wohl bekannteste historische Erbe Darmstadts. Das Gesamtkunstwerk ist mehr als 100 Jahre alt und besteht aus Ausstellungsgebäuden, Künstlerhäusern, dem Hochzeitsturm, dem Museum Künstlerkolonie sowie einem Platanenhain. Die Mathildenhöhe war ursprünglich ein öffentlicher Park im englischen Stil und wurde erst 1833 mit dem Platanenhain, Pavillons und Gartenhäusern ergänzt. Die Künstlerkolonie des Großherzogs Ernst Ludwig hielt zum Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf der Mathildenhöhe Einzug. In dieser Zeit entstand das außergewöhnliche Jugendstilensemble, das auch heute noch Zentrum des Darmstädter Jugendstils ist. Die Mathildenhöhe mit ihrer einzigartigen kunst- und baugeschichtlichen Bedeutung lässt sich entweder bei einer Führung oder auf eigene Faust erkunden. Für die Erkundung in Eigenregie hat die Darmstadt Marketing GmbH einen Audioguide mit Informationen zu dem Ensemble sowie eine 3-D-basierte Augmented Reality App rund um das Haus Olbrich entwickelt.

Im Rahmen der Darmstädter Jugendstiltage wird die Mathildenhöhe einmal im Jahr zu einem Platz zum Flanieren und Feiern. Das Illuminationsfest „Eine Nacht in Gelb“ war dieses Jahr der Höhepunkt der bekannten Jugendstiltage im Mai: Mehr als 200 Lampions und 1.000 Windlichter strahlten dabei die Gebäude und den Musenhügel an und tauchten die Mathildenhöhe in eine unvergleichbare Atmosphäre. Das Illuminationsfest kann übrigens auf eine lange Tradition zurückblicken: Schon vor mehr als 100 Jahren wurde es zu Zeiten der Künstlerkolonie gefeiert. Für Gäste steht an diesem Wochenende im Übrigen jedes Jahr ein besonderes Jugendstil-Angebot mit Rundum-sorglos-Paket bereit.

Wissenschaft in Darmstadt mit Forschung und Wissenschaft

Darmstadt konzentriert sich seit dem Wiederaufbau nach dem Krieg neben seiner Bedeutung als kulturelle Hochburg auch auf den Ausbau der Wissenschaftsstadt. Diesen Titel trägt die Stadt seit 1997 als einzige hessische Stadt. Gewürdigt wird damit die internationale und nationale Bedeutung der Stadt auf den Gebieten der Wissenschaft und Forschung. Die Forschungen werden dabei nicht nur an den beiden Fachhochschulen und der Technischen Universität durchgeführt, sondern auch in zahlreichen öffentlichen und privaten Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen sowie in Unternehmen. So verwundert es kaum, dass Darmstadt weltweit einen hohen Ruf im Hinblick auf seine erbrachten wissenschaftlichen Leistungen genießt. An den Forschungsergebnissen kann man auch als Besucher teilhaben: Im Rahmen der vielen Angebote in den wissenschaftlichen Initiativen und Einrichtungen erfährt man, dass Wissenschaft Spaß macht und spannend ist. Die Angebote sind übrigens nicht nur für Erwachsene konzipiert: Auch Kinder können spielend die Phänomene und Naturgesetze entdecken.

Blick in die Sterne im ESOC möglich

Das Kontrollzentrum der Europäischen Weltraumorganisation ESA, das European Space Operations Centre ESOC, ist ein besonderer Tipp für alle, die sich für Wissenschaft begeistern. Seit 1967 ist es für den Betrieb von ESA-Satelliten sowie das zugehörige weltweite Bodenstationennetz verantwortlich. Einen Blick hinter die Kulissen kann man am besten bei einer Führung werfen. Diese sind allerdings stark nachgefragt, so dass es sich empfiehlt, seinen Besuch frühzeitig zu planen. Belohnt werden Besucher dafür mit Informationen zu Envisat, einem leistungsfähigen Erdbeobachtungssatelliten, der zum Beispiel das Ozonloch und die globale Luftverschmutzung überwacht. Darüber hinaus können sie Zeuge des „Mars Express“ werden, der einzigartige Aufnahmen des roten Planeten bereitstellt.

Unterkunft bekommt man in der Rhein-Main Region auch sehr einfach und günstig.

Quelle nach dem djd und einer Pressemitteilung der Wissenschaftsstadt Darmstadt und einem Bild von Pixabay.

Kommentar verfassen